Schematische Darstellung eines bodennahen Lidar-Messsystems (VALUS-Projektidee) in einem Windpark. Ein Sensor (unten mittig) erfasst zwei Scanbereiche: den schmalen Ist-Scanbereich (dunkelblaues Dreieck, ca. 26,6° Halbwinkel zur Vertikalen) und den weiten Soll-Scanbereich (hellblaues Kreissegment, das nahezu den gesamten Halbraum über dem Boden abdeckt, bezeichnet als „All-Sky"). Im Hintergrund sind mehrere Windkraftanlagen auf einer Agrarfläche zu sehen. Quelle: SWE.

VALUS Mikroprojekt gestartet

11. Mai 2026

Das Mikroprojekt VALUS zielt darauf ab, den SWE-Lidar-Scanner zu einem All-Sky-System weiterzuentwickeln. Diese Weiterentwicklung eröffnet neue Forschungsanwendungen – insbesondere für den bodengestützten Einsatz des SWE-Lidar-Scanners.

Im Mikroprojekt VALUS wird ein am Lehrstuhl entwickelter Lidar-Scanner zur Windfeldmessung gezielt weiterentwickelt. Das bestehende System zeichnet sich durch einen aktiv steuerbaren Laserstrahl („Scanning“) aus und ermöglicht dadurch flexible Messungen, die über die Fähigkeiten konventioneller Fixed-Beam-Lidar-Geräte hinausgehen. Ziel ist die Erweiterung zu einem „All-Sky-Scanner“, der im Idealfall eine vollständige hemisphärische bzw. 360°-Erfassung erlaubt. Hierfür wird im Projekt ein Demonstrator entwickelt, der die technische Machbarkeit einer erweiterten Scanmechanik sowie einer geeigneten optischen Abdeckung nachweist. Gleichzeitig soll sichergestellt werden, dass die Messsignalqualität mindestens erhalten bleibt oder verbessert wird. Die Innovation liegt in der Kombination aus großem Messbereich, hoher Flexibilität und kompakter Bauweise. Dadurch eröffnet das System neue Anwendungen in Forschung und Industrie, insbesondere bei der Analyse komplexer Windfelder. 

Dies geschieht parallel zum Forschungsprojekt SSwiFT.

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