Tailored Fibre Placement

Das TFP Verfahren ist eine Technik zur Herstellung von variabel-axialen Preforms. Durch die beliebige Orientierbarkeit in der Ebene, können die Eigenschaften der verwendeten Verstärkungsfasern optimal Ausgenutzt werden. Durch Umformen der erzeugten Preform können auch 3-dimensionale Bauteile realisiert werden.

In der Natur finden sich häufig Faserverbundstrukturen, deren Geometrie und Faserverstärkung optimal an die auftretenden Belastungen angepasst ist. Beispiele hierfür sind Bäume, Gräser oder Knochen. Beim Tailored Fibre Placement (TFP) werden Verstärkungsfasern entlang meist gekrümmter Lastpfade abgelegt. Dazu werden die Rovings auf einem textilen Untergrund mit Hilfe eines Nähfadens fixiert. Hierzu kommen speziell für die Faserverarbeitung modifizierte, industrielle Stickanlagen zum Einsatz. Die Bauteile mit angepasster Dickenverteilung und belastungsgerechter Faserstruktur weisen ein sehr hohes Leichtbaupotenzial auf. Das automatisierte additive Verfahren bietet hohe Reproduzierbarkeit bei geringstem Verschnitt. Zwei Beispiele sind im Folgenden dargestellt.

 


 


 

TFP-Anlage am IFB

Tajima 4-Kopfmaschine

Legefeld                              3 m x 1 m

Maximale Bauteilgröße       1m x 1,4 m

Anzahl Legeköpfe:               4

Ablegerate:                          5 m/min (1000 Stiche/min)

Materialien:                         Textile Verstärkungsfasern (Kohle, Glas, Hybridgarne,…)

                                            Drähte, Schläuche


 

Weiterführende Links:

Video des TFP Prozesses


Kooperationspartner im Bereich TFP:

www.tajima.de


 

 Benjamin Grisin
Dipl.-Ing.

Benjamin Grisin

Wissenschaftlicher Mitarbeiter

Zum Seitenanfang