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Bereich Flugzeugentwurf |
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1980 wechselte er als Entwicklungsleiter und Chefkonstrukteur zu dem
mittelständischen Unternehmen Gyroflug und leitete zunächst die
Entwicklung des zweisitzigen Motorflugzeuges
SC
01 Speed Canard . 1983 gelang ihm mit seinem kleinen Team die Erlangung
der Musterzulassung beim Luftfahrtbundesamt. Es war damals weltweit das
erste vollständig in Faserverbundbauweise nach FAR 23 zugelassene
Motorflugzeug in Entenbauweise. Als weitere Pionierleistung ist die Zulassung
bei der amerikanischen Behörde FAA zu nennen.
1981 wurde ihm Prokura verliehen und ab 1985 war er als Technischer
Leiter für Entwicklung und Fertigung verantwortlich. Unter seiner
Leitung folgte die Entwicklung einer Aufklärungsversion der Speed
Canard, die Entwicklung des viersitzigen
Eurotrainers
2000 und verschiedene Auftragsentwicklungen in Faserverbundbauweise.
Nach übernahme der Produkte der Fa. Valentin GmbH durch die Gyroflug
FFT GmbH erstreckte sich seine technische Verantwortung auch auf die Segelflugzeug-
und Motorseglerprodukte.
Im Januar 1991 wechselte Voit-Nitschmann zur Fa. Grob Luft- und Raumfahrttechnik
GmbH als Leiter des Bereiches Leichtflugzeugbau. Dort erarbeitete er eine
Projektstudie und einen Entwurf für ein zwei- bis dreisitziges Trainingsflugzeug
für die Schulung von Militärpiloten
(EFIS, G 115 T ).
Im November 1991 nahm Rudolf Voit-Nitschmann das Angebot der Fa. Dornier
Luftfahrt GmbH als Assistent und designierter Nachfolger des Hauptabteilungsleiters
Strukturentwicklung und Technologie an, dessen Nachfolge er dann im Mai
1993 antrat. Während seiner Zeit bei Dornier war Voit-Nitschmann u.a.
als Chief Engineer für den Dornier Entwicklungsanteil am
Super Airbus Transporter SATIC in Toulouse tätig.
Auf dem Gebiet der Forschung möchte Prof. Voit-Nitschmann neben
der schwerpunktmäßig am Institut für Flugzeugbau betriebenen
Gebieten Faserverbund-Leichtbau und Werkstoff- Forschung vor allem auf
dem Gebiet Flugzeugentwurf und Konstruktion arbeiten. Sein Interesse richtet
sich hier vor allem auf den Entwurf unkonventioneller Flugzeuge (Entenbauart,
Nurflügler, Flugzeuge mit geringem Antriebsbedarf, hochfliegende
Beobachtungsflugzeuge und auch zukünftige Entwürfe für den
Verkehrsflugzeugbau).
Auch in der Lehre möchte Prof. Voit-Nitschmann vor allem die Fächer
Entwurf und Konstruktion von Luftfahrzeugen vertreten.
Es liegt ihm besonders am Herzen, den Studierenden einen guten Gesamtüberblick
und Gesamtsystemdenken und praxisnahe Konstuktionsmethoden zu vermitteln.
Seine Erfahrungen im Mittelständischen Flugzeugbau vom Segelflugzeug,
Motorsegler, kleinen Motorflugzeug bis zum Großflugzeugbau
(
Do 328 , Airbus) sind hierbei eine wichtige Voraussetzung.
Schon während seiner Zeit bei Gyroflug hat Voit-Nitschmann zahlreiche
Studien- und Diplomarbeiten meist von Studenten aus Stuttgart betreut.
Gleich zur Beginn seiner Tätigkeit am Institut für Flugzeugbau
wurde Prof. Voit-Nitschmann,der auch privat der Fliegerei verbunden ist,
die Projektleitung des Solarsegelflugzeuges
icaré
übertragen, das die Fakultät Luft- und Raumfahrttechnik als
Beitrag für den Ulmer Berblinger-Wettbewerb 1996 entwickelt.