Fluggeräte-Kuriositäten


"Stingray", die fliegende Matratze, mit Helium gefüllt, soll die Flugzeugform des kommenden neuen Jahrtausends werden. Das meint sicherlich der Erfinder.
Der Schweizer Andreas Reinhard schuf einen aufblasbaren Nurflügler, eine Mischung aus Zeppelin und Flugzeug. Nach sieben Jahren geheimgehaltener Entwicklung kam das Gerät kürzlich das erste Mal in die Luft.
Maßgeblich an dieser Entwicklung war die Esslinger Firma Festo, u.a bekannt durch ihre Pressluftwerkzeuge und -maschinen.
Hier, und zwar ganz unten auf der erscheinenden Internet-Seite gibt es einige Informationen dazu.
Wer es noch genauer wissen will klickt hier


Der "pneumatische Flieger" erreichte bei seinen Testflügen eine Geschwindigkeit von 130 km/h und eine Flughöhe von 500 Metern.
Der "Stechrochen" hat eine Spannweite von 13 Metern und eine Länge von 10 Metern. Es wird von einem Dieselmotor angetrieben. Die Startmasse erreicht nahezu 1 Tonne.
Geplant ist auch schon der "Stingray II", ein Fluggerät mit 24 Metern Spannweite, ausgelegt für mindestens 12 Passagiere.


Inwieweit sich solche Fluggeräte durchsetzen werden bleibt abzuwarten.
Die US-Firma Goodyear jedenfalls hatte mit ihrem aufblasbaren Gummi-Flugzeug, um 1957/58 herum, keinen Erfolg, obwohl damals das Militär an dieser Entwicklung sehr interessiert war.


Das aufblasbare zweisitzige Gerät, Modell Goodyear 466 Inflatoplane (XA0-2G1)hatte einen
65 PS McCulloch Motor 4318E.
Einige technische Daten:
Spannweite: 8,5 m, Länge 6 m,
Leermasse 130 kg, Startmasse 336 kg
Maximalgeschwindigkeit 112 km/h, Reisegeschwindigkeit 88 km/h
Überziehgeschwindigkeit 69 km/h, Steigrate 152 m/min.
Dienstgipfelhöhe 1980 m, Startstrecke 120 m, Flugdauer 5,4 h.
Das Flugzeug konnte manuell aufgeblasen werden (0,60 bar Überdruck). Das Gerät hatte einen eigenen Kompressor an Bord um den Luftdruck im Falle von Durchschüssen aufrecht erhalten zu können.


Das fliegende Auto ist seit Jahrzehnten der Wunschtraum staugeplagter Autofahrer. Ob das Gerät des Herrn Paul Moller aus Kalifornien jemals fliegen wird?


Die NASA testet zur Zeit ein neues Gerät das den Traum des Menschen vom Fliegen mit einfachen Mitteln verwirklichen soll. Der Propeller-Mann benützt einen Mini-Helikopter der in jede garage passt. Das Fluggerät vom Typ Solo Trek XFV ist eine Maschine mit zwei Rotoren, startet vertikal, soll bis zu 130 km/h schnell werden und mit einer Tankfüllung eine Strecke von 240 km zurücklegen. Wird dieser Apparat ein Nahverkehrsmittel für Leute ohne Höhenangst?


Ob dieses Fluggerät im Wasser überhaupt hier aufgeführt werden sollte ist sicherlich strittig. Aber ein interessanter Versuch des Ingenieurs Graham Hawkes ein Fluggerät für das dichtere Medium Wasser zu entwickeln ist dieser Vorschlag allemal.




doerner@ifb.uni-stuttgart.de Seit 8. Dezember 1998