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QICE

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Verbund-Projekt QICE (Quiet Innovative Commuter)

An ein zukünftiges Regionalflugzeug werden die Anforderungen gestellt, möglichst viele Flugplätze nutzen zu können verbunden mit extremer Umweltverträglichkeit und wirtschaftlicher Effizienz.

Es wird für die Zukunft ein weiteres Wachstum des Flugverkehrs erwartet, dies wird sich auch besonders auf die Regionalstrecken (Zubringerdienste) auswirken, welche in Europa und USA mehrheitlich unter 500 NM Distanz liegen. Vor allem kleine Flugplätze werden davon profitieren können, da sie oft besonders günstig zu Ballungszentren liegen. Die Voraussetzung dafür ist allerdings, dass ein Flugzeugtyp zur Verfügung steht, der in der Lage ist, durch eine geringe benötigte Start- und Landestrecke, diese kleinen Flugplätze zu nutzen. Dabei muss das Flugzeug besonders lärmarm sein, um eine breite Akzeptanz in der Bevölkerung in der Umgebung der Flugplätze zu erreichen. Ansonsten ist ein Aufbau neuer Flugverbindungen nicht möglich, bzw. nur mit großen Einschränkungen durchsetzbar.

Demzufolge besteht die Aufgabe darin, ein Regionalflugzeug zu entwerfen, das die geforderten Ziele unter Berücksichtigung der Infrastruktur bestmöglich erreicht. Dabei müssen die verschiedenen Ausgangsparameter wie Hochauftriebssystem, Flächenbelastung, Schub/Gewichtsverhältnis, umweltfreundliche Triebwerke, Missionsprofil, Passagiere und Zuladung, sowie die Infrastruktur auf Regionalflugplätzen und die Lärmentwicklung und sonstigen Umweltforderungen multidisziplinär in den Entwurf mit einbezogen werden.

Im Rahmen des Teilprojekts, welches an das Institut für Flugzeugbau an der Universität Stuttgart vergeben wurde, wird ein Life Cycle Modell aus Betreibersicht erstellt , mit dem es möglich sein wird verschiedenen Konfigurationen, die von den Projektpartnern erstellt werden, vergleichbar zu machen. Des weiteren kann mit diesem Programm eine budgetäre Aussage über die gesamte Lebenszeit des Flugzeuges in Abhängigkeit des Einsatzgebietes, der Auslastung und der wirtschaftlichen Entwicklung gemacht werden.

Durch die stetig steigende Anforderungen an zukünftige Flugzeugkonfigurationen in Hinblick auf Lärm- und Emissionsreduktion, geringere Start- und Landestrecken, um auch kleinere Flughäfen bedienen zu können und die großen Flughafen zu entlasten, und geänderte Einsatzbereiche wurde es nötig auch dieses Programm daran anzupassen. Aus diesem Grund wurde nicht nur die Möglichkeit geschaffen konventionelle sondern auch unkonventionelle Flugzeuge vergleichen und bewerten zu können. Diese Erweiterung auf unkonventionelle Konfiguration ist nötig, um auch diese mit in die Vergleich- und Bewertungsprozess mit einzubeziehen zu können.

Des weiteren soll mit diesem Programm auch die Möglichkeit geschaffen werden neue Technologien, wie Hochauftriebssystem, umweltfreundliche Triebwerke usw., mit in die Vergleiche und Bewertungen mit einzubeziehen, deren Einfluss auf die Life Cycle Kosten transparenter und damit besser kommunizierbar zu machen. Hierbei werden nicht nur neue Technologie an und für sich betrachten, sondern auch deren Auswirkungen auf die Wartbarkeit, Ersatzteilepreis und Änderungen der Auslastung.

Die Integration neuer Technologien in Kombination mit neuen unkonventionellen Konfigurationen in das Programm schafft damit die Möglichkeit solche Flugzeugkonzepte zu bewerten und vergleichbar zu machen.

Da in die Berechnung auch wirtschaftliche Gössen, wie Kraftstoffpreis, Inflation, Zinsänderungen usw., eingehen und die sich über Lebenszeit eines Flugzeuges stark verändern können, werden diese und deren Einflüsse ebenfalls mit berücksichtigt.

Ein weiterer Punkt der die Ergebnisse maßgeblich mit verändert ist der Flugzeugbetreiber selbst, denn dieser legt die Auslastung, die Flugstrecke und die Turn-Around-Zeiten fest. Diese Parameter werden in den Life Cycle Modell berücksichtigt, da diese die Maintenance Interwalle und Kosten maßgeblich mit beeinflussen.

Das Projekt unterteilt sich in vier Abschnitte (siehe Abbildung 1).

Abbildung 1: Projektunterteilung

 

Die Unterteilung ist nötig, um die Einflüsse der zu bewertenden Flugzeugkonfiguration auf die Life Cycle Kosten des Flugzeuges und auf eine Flotte transparenter darzustellen. In den beiden weitern Punkte sollen zusätzlich den Einfluss von STOL-Flugzeugen auf die LCC des einzelnen Flugzeuges bzw. auf eine Flotte dargestellt werden.

Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass mit diesem Tool ein Werkzeug geschaffen wird, mit dem die Life Cycle Kosten aus Betreibersicht für Flugzeugkonfigurationen bestimmt und verglichen werden kann. Dabei können verschiedenste Vergleiche gemacht werden, wie z.B. der Einfluss neuer Technologien auf verschiedene Flugzeugkonfigurationen und deren Auswirkungen auf die LCC des einzelnen Flugzeuges sowie auf eine Flotte.

 




			
 
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